Para World Sailing vergibt die „2.4mR Para Worlds 2021” nach Deutschland

Mittelmole
Yachthafen Mittelmole

Para World Sailing hat zwischen den zwei aus Deutschland eingegangenen Bewerbungen aus Kiel und Warnemünde für die 2.4mR Para Worlds 2021 entschieden:
Den Zuschlag erhielt Warnemünde, wo im Juni der neue Yachthafen Mittelmole mit barrierefreien Liegeplätzen und Zugängen eröffnet wird.

Als Termin wurde von PWS der Zeitraum 25.9.-29.9.2021 gewünscht. Es wird eine offene Regatta (Name wird noch vergeben) für alle sein, bei der die Para-WM-Wertung per PickUp aus dem Gesamtergebnis herausgezogen wird.

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Neuer 2.4-Riss: CA 3

Autor: Detlef Müller-Böling

Wir haben in unserer Bootsklasse eine Vielzahl unterschiedlicher Risse, die von berühmten Konstrukteuren entwickelt wurden: Norlin, Södergren, Eide, Ridder, Malmsten (Stradivari) und in jüngster Zeit Super 3. Jetzt ist ein weiterer, neuer dazu gekommen der CA 3.

Gezeichnet wurde er von Colin Archer, dem legendären norwegischen Konstrukteur, der insbesondere Spitzgatter mit höchster Seetüchtigkeit entworfen hat. Das Modell RS 22 wurde 4 zu 1 verkleinert und herausgekommen ist mit dem CA 3 ein wirklich innovativer Riss, den Klaus Steinle gebaut hat und nun segelt.

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In der „Yacht” wird unsere 2.4mR Klasse sehr positiv beschrieben

Für die Print-Ausgabe 5/2021 der Zeitschrift „Yacht” (Seite 102 ff) hat Matthias Beilken einen bemerkenswerten und lesenswerten Artikel über die 2.4mR Szene in Deutschland geschrieben.

In Hamburg hat er die dortigen Segler besucht und sich auch einmal selbst in „das besondere Boot”, einen „Schrägen Vogel mit Anspruch” gesetzt.

Der Artikel schwankt zwischen Liebeserklärung, Lobeshymne und Lyrik – von alledem ist etwas dabei. Ob allerdings Bernd Zirkelbach über die Stelle, an der er als „quasi eine Mischung aus Jogi Löw und Miraculix” bezeichnet wird, ebenso schmunzeln kann wie ich?

Wunderschöne Fotos illustrieren die Begeisterung für das Segeln im 2.4mR. Der Artikel bekommt von uns das Prädikat „absolut empfehlenswert”!

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Corona-Cup – Virtual Regatta 2.4mR

Ich bin mir nicht ganz sicher, wer der initiale Ideengeber für unsere erste Wettfahrt im Jahr 2021 war; es war auf jeden Fall eine sehr gute Idee.

Kaum war die Ausschreibung online, haben sich auch schon 19 Teilnehmer bei Manage2Sail angemeldet. Neben den 17 Meldungen aus Deutschland waren auch die Tschechische Republik mit Alexander Sadilek und die Schweiz mit Urs Infanger am Start. Die deutschen Teilnehmer verteilten sich nicht nur auf alle Himmelsrichtungen, sondern auch auf die an diesem Wochenende herrschenden sehr unterschiedlichen Wetter-Zonen.

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Virtual 2.4mR Corona Cup

Die Welt digitalisiert sich – nicht nur wegen Corona. Unsere Regatten werden getrackt und können auf diese Weise zeitgleich oder nachverfolgt werden. Die Vendee Globe mit dem fast tragischen Finish von Boris Herrmann konnten wir hautnah erleben.

Und wir können auch virtuell Regatta segeln!

Das wollen wir als 2.4er jetzt tun. Wir starten mit einem Versuch am übernächsten Wochenende (6.+7. Februar), organisiert von Poldi und Max Käther. Anmeldung erfolgt über manage2sail, gesegelt wird per Virtual Regatta.

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Bemerkenswerter Kommentar eines 2.4mR Schnupperseglers

Am 24. Oktober 2020 veranstaltete der Joersfelder Segel-Club in Berlin noch kurz vor dem Ende der Saison ein Schnuppersegeln im 2.4mR. Gefördert durch die „Aktion Mensch“ im Rahmen des Inklusionssegelns, natürlich unter Beachtung der geltenden Corona-Verordnungen.

Soweit, so normal. Doch am Montag bedankte sich ein Teilnehmer mit einem Essay, der jedem 2.4-Segler das Herz erwärmen wird. Deswegen ist dieser auch hier veröffentlicht, viel Freude beim Lesen.

Wer auch die 40 Fotos zu dieser Veranstaltung einmal ansehen möchte, sei auf den Beitrag beim JSC verwiesen.

Hauke Stiehl

Test 2.4mR – oder „Mein schönstes Ferienerlebnis“
Da standen sie nun, die drei Rennkisten in der Ecke des Joersfelder Segel-Clubgeländes, noch zugeplant, aber bereit für uns: Anne, „Rookie“ Jörg Stabernack und mich. Jörg Saeger als unser Coach und Poldi Käther als mittlerweile „alter Hase“ ließen uns erst einmal unsere neuen Sportgeräte in Ruhe beschnuppern – die Mini-12er oder besser als 2.4mR bekannt. Wir begannen unter Anleitung und reger Mithilfe – für diese Bootsklasse ein herausragendes Merkmal – die kleinen Yachten auszupacken, einzukranen und aufzuriggen. Das erste bemerkenswerte Erlebnis: du könntest all das ganz alleine ohne Mithilfe anderer bewältigen, aber es steht immer tatkräftige Unterstützung der übrigen begeisterten 2.4er Segler zur Seite, selbstverständlich, unkompliziert und ohne Nachfrage.
Doch so ganz unkompliziert läuft die Unternehmung dann doch nicht an. Erst einmal Platz genommen in dem kleine Schiff springt dir das sogenannte „Klavier“ in die Augen, ein schier unüberschaubares Meer an Klemmen mit dünnen Enden verschiedenster Farben. Ich habe meine ersten Probleme, alle Fallen, Schoten und Strecker zu finden.

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23. Berlin-Cup 2020 im YCBG

Der ursprünglich Anfang Mai d.J. geplante Berlin-Cup (Berliner Meisterschaft der 2.4mR) wurde wegen der Corona-Pandemie verschoben auf das erste Wochenende im September. Der Müggelsee war frei für unsere Klasse und zeigte sich an allen Tagen von seiner besten Seite.

Und der veranstaltende Yacht-Club Berlin Grünau machte alles, was erlaubt war, um bei dieser Regatta den Seglerinnen und Seglern ein wenig social event mit social distancing zu bieten.

Das von Bernd Zirkelbach und Jürgen Freiheit gesponsorte und zubereitete Frühstück wurde jeden Morgen nur durch ein Fenster auf die Terrasse gereicht, das Clubhaus war gesperrt. Abends verwöhnte uns der Koch Swen draußen mit allerlei Spezereien. Das Rahmenprogramm war also zwar abgespeckt, aber liebevoll vorbereitet und durchgeführt. Leider war das Essensangebot einfach zu gut um „Nein” zu sagen.

Die eigentlich wichtigste Nebensache der Welt, die Segelei, war ebenfalls perfekt. Auf die Frage, ob nicht auch 8 Wettfahrten statt der angesetzten 11 gereicht hätten, antwortete der Wettfahrtleiter Jan Prockat: „Seit dem 1. Berlin-Cup werden immer 11 Wettfahrten angesetzt!” Also waren Freitag 4, Samstag 4 und Sonntag 3 Races geplant. Und Wind und Wetter spielten mit. Während wir um die Wette segelten, war es von oben immer trocken, angenehm warm und bis auf den bedeckten Samstag sogar sonnig.

Kranen leicht dank IMMAC-Würsten

Am Freitag ging es bei leichtem Wind etwas verspätet los, doch stabilisierte dieser sich alsbald auf durchgehende rund 3 Beaufort. Samstag schon deutlich mehr, am Sonntag waren 3-4 Beaufort die Grundlage, um die 11 Wettfahrten durchzuziehen. Manche Böe war kräftig, doch bis auf Spritzwasser gut zu beherrschen. Die binnenseetypischen Windpendler beschränkten sich auf maximal 10-20 Grad, Bahnänderungen waren nicht erforderlich.

Vielfalt bei der Preisverleihung:
Oli im Polar-, Heiko im Karibik- und Ulli im Zentraleuropa-Look

Und so konnten sich alle 20 Teilnehmer gegenseitig bei rundum fairen Bedingungen über die Piste jagen. Insgesamt am erfolgreichsten waren dabei Heiko auf Platz 1, Ulli auf Platz 2, gefolgt von Neueinsteiger Oliver in seinem „Bleitransporter”. Die ersten Plätze bei den 11 Wettfahrten waren gut verteilt, auch Seriensieger Heiko hatte mal 2. und 3. Ränge dabei, durfte seinen Ausreißer in der 1. Wettfahrt aber streichen.

Weitere Einzelplätze erspare ich mir, guckt mal in die Ergebnisse unter https://manage2sail.com/de-de/event/BC2020#!/results?classId=3fc4bf86-e5ba-4705-9074-1bd0aa8790d8

Als Held vom Mittelfeld (Platz 10 von 20, deswegen Berichterstatter) hatte ich selbst in Rennen 6 mal ein ungewohntes Erfolgserlebnis. Vom Start weg war ich der Glücklichste im Umgang mit den Winddrehern und führte das Feld bis zur letzten Bahnmarke vor dem kurzen Zielschenkel an. Kurz vor dieser spielte Heiko sein Können aus und holte mich wieder auf den Boden der Realität zurück. Doch auch Platz 2 knapp hinter Heiko war für mich gut für’s Gemüt.

Kurzum, der unter Corona-Einschränkungen vom YCBG und seinem Regattateam durchgeführte 23. Berlin-Cup war ein perfektes Segelerlebnis. Ich freue mich auf den 24. Berlin-Cup in 2021, hoffentlich wieder unter „normalen” Randbedingungen.

Großes Dankeschön 
Poldi Käther
GER 123

Ein Stück Normalität

Am 8. Mai war in Berlin ein Feiertag. Hildegard und Kalle Dehler kamen von Freitag, 8.5., bis Sonntag, 10.5., mit 2.4 und Fahrrädern zu uns nach Berlin – der Besuch war nach kleinen Lockerungen der Corona-Beschränkungen wieder erlaubt. Ebenso das Segeln unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen. Alles geschah also total legal. Prognostiziert war Sommerwetter. 

Am Freitag segelten Kalle und ich bis zum letzten Büchsenlicht und kamen mit dem allerletzten Windhauch wieder zurück. Am Samstag war totale Flaute, die erst nur wir beiden Männer für eine große Radtour nutzten. Unsere Damen konnten vormittags leider nicht mit, sie hatten andere Verpflichtungen. Aber am Nachmittag wurde dann zu viert gestrampelt, inklusive Kreuzfahrten mit der Autofähre. 

Am Sonntagvormittag nutzten Kalle und ich die angenehme Brise für eine Runde auf der Oberhavel bis an deren Ende am Niederneuendorfer See. Kaum war Kalles „Happyend“ verladen und die beiden hatten gerade mit ihrem Camper die Heimreise angetreten, da endete das schöne Sommerwetter mit lang ersehntem Landregen mit einer Dauer von rund 26 Stunden.
Es war ein wunderschönes langes Wochenende mit Segeln und Radeln. 

oft unbekannte Seiten des Tegeler Reviers mitten in Berlin

Bleibt gesund und besten Gruß,

Poldi Käther, GER 123