Am Wochenende trafen sich viele Regattasegler in Haltern zur Yardstickregatta (Sparda Cup) die gleichzeitig als Testballon für eine erste RL 2.4mR in 2026 war.
Der Wettfahrtleiter hatte Sorge, dass man uns in den 2.4mR am Start mit den dicken Booten niedermäht. Also starteten die 2.4mR separat mit eigener Wertung – aber auf dem gleichen Kurs. Diese Angst werden wir ihm noch nehmen – wollen wir doch genau diesen Nervenkitzel!!
Thilo konnte im Nachgang eine Liste generieren, die die berechneten Zeitern zusammenfasste und sie in die große Ergebnisliste (inkludiert) zusammenfasst. Man erkennt, dass der 2.4mR mit einer Yardstick von 120 fair bewertet ist, da er sich über das ganze Feld verteilt.
1 GER 99 Detlef MÜLLER-BÖLING 2 GER 131 Peter KRUEGER 3 GER 650 Henning REHE 5 GER 83 Matthias PAPE 6 GER 58 Thilo ENGELKE 8 GER 325 Josef GREWE 9 GER 2 Dirk THALHEIM 12 GER 721 Lena ABENDROTH 17 NOR 56 Peter KAISER 20 GER 121 Jürgen ALTENBURG 42 GER 1000 Stefan KASTE 42 GER 81 Wolfgang GRUPE 42 NOR 108 Lukas GAHLMANN 42 SWE 000188 Thomas GAHLMANN
Natürlich sind unsere erfahrenen Regattahasen vorne mit dabei! 😉
Fazit: Toller Verein, Revier…und für 2026 steht nichts mehr im Wege
Heiko hat alle Ereignisse der KW 2025 in Facebook für uns zusammengefasst:
Hier der Text:
Kieler Woche 2025 – Mein Rückblick aus der 2.4mR-Klasse
Von Heiko Kröger
Ich habe in meinem Leben an unzähligen internationalen Regatten teilgenommen – Weltmeisterschaften, Paralympics, Europameisterschaften – aber die Kieler Woche ist und bleibt für mich etwas ganz Besonderes. Dieses Jahr war es – ich glaube – meine 39. Teilnahme. Und ich kann sagen: 2025 war eine der besten Ausgaben seit langem.
Natürlich gab es, wie bei jeder Großveranstaltung, auch in diesem Jahr ein paar kritische Stimmen. Insbesondere nach dem ersten Regattatag im Olympischen Teil der Kieler Woche gab es Diskussionen über verdriftende Startschiffe oder Bojen, die nicht 100 %ig lagen. Das kann ich nachvollziehen – gerade bei starkem Wind und Welle ist aber Präzision schwierig. Aber genau hier zeigt sich die Klasse eines Veranstalters: Die Wettfahrtleitung hat schnell reagiert, Anpassungen vorgenommen und insgesamt über 350 Wettfahrten absolviert.
Wir hatten im zweiten, internationalen Teil der KiWo herausfordernde, aber faire Windbedingungen. Der Wind war nicht so böig und drehend, wie sonst bei westlichen Winden, meistens stark aber absolut segelbar und gerecht.
Die Kursgeometrie war nahezu perfekt, die Startlinien korrekt gelegt, und die Wartezeiten zwischen den Wettfahrten waren angenehm kurz – da merkt man die Erfahrung und Professionalität der Race Officers.
Stephan Giesen hat nicht am Freitag uns gut über die Bahn geschickt, sondern seine Kollegen, die an den anderen Tagen für uns zuständig waren bestens gebrieft.
Meine Meinung zum Thema „Olympiareife“ ist daher auch ganz klar: Kiel ist olympiareif. Punkt. Ich kenne viele Austragungsorte – in Deutschland und weltweit – und das, was hier geleistet wurde, braucht sich vor keinem internationalen Event zu verstecken.
Auch an Land wurde auf unsere Bedürfnisse als 2.4mR-Klasse ausgesprochen gut eingegangen. Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass am letzten Regattatag die Liegeplätze für uns freigehalten wurden – das hat das Anlegen und spätere Kranen wirklich stressfrei gemacht. Auch dass die Tracker direkt am Steg eingesammelt wurden, war ein kleines, aber feines Detail – zeigt aber, wie flexibel und aufmerksam die Organisation auf unsere Klasse reagiert hat.
Ich habe viele Gespräche mit anderen 2.4mR-Seglerinnen und -Seglern geführt – aus Deutschland, Skandinavien, den Niederlanden – und die Meinung war klar: Wir waren sehr zufrieden mit dieser Kieler Woche. Nicht nur das Segeln auf dem Wasser, sondern auch das Drumherum hat gepasst.
Deshalb mein Appell an alle, die dieses Jahr gezögert haben oder sich von einzelnen negativen Stimmen haben verunsichern lassen:
Kommt 2026 zur Kieler Woche! Diese Regatta gehört zu den wichtigsten und bestorganisierten Events in unserem Kalender. Lasst uns gemeinsam zeigen, wie stark unsere Klasse ist – sportlich, organisatorisch und menschlich.
Jedes Revier startet mal klein. So findet dieses Jahr in Haltern der Sparda-Bank Cup statt. Eine der größten Yardstick Stegregatten in NRW. Wir bekommen mit der 2.4mR eine eigene Wertung. Jetzt sind es schon 5 – vielleicht kommen noch ein paar hinzu?!?
Schon die Anreise am Donnerstag war für mich ein Erlebnis.
20 km vor dem Edersee zerlegte sich die Wasserpumpe von meinem VW-Bus in ihre Einzelteile
Was nun?
Wie komme ich nun pünktlich zum Kranen?
Der ADAC wird wohl kaum einen Abstecher mit dem Anhänger zum Yachtclub machen, um mich dort abzusetzen.
Aber kaum hatte ich das Telefon gezückt, stand auch schon Henning neben mir.
Das Gesicht kannte ich irgendwoher.
Ach ja, in Münster wo meine erste Regatta in der Klasse ausgetragen wurde hatten wir uns kennen gelernt.
Schon fiel mir ein Stein vom Herzen, denn nun wusste ich, die Regattasegler-Rettungskette wird in Gang kommen…
Nach etwas hin und her Telefonieren kamen dann nicht die gelben Engel, sondern Herbert Weny von der SSGE als mein Rettungpate, hängte sich kurzerhand meinen Trailer mit dem 2.4 an den Haken und nahm mich mit zum Hafen.
Dort angekommen, dann spektakuläres Kranen mittels eines Unimog mit Kranaufbau. Zunächst ein bisschen gruselig für mich, aber als man sah, wie routiniert der Kranführer und die einheimischen Segler, mit dem zu Wasserlassen klar kamen war es im Nachhinein eine geniale Methode unter den gegebenen Bedingungen, sein Boot zu Wasser zu lassen.
So konnten wir dann durch die vielen hilfreichen Hände und die tolle Organisation die Boote pünktlich ins Wasser bringen und bei der ersten Wettfahrt des Beringhausen Cups an den Start gehen.
Das war schon ein imposantes Bild und erinnerte an David gegen Goliath, wenn man die großen Yachten wie Melgis 24 , Tornado und Drachen neben unseren aufgeputschten Modellyachten starten sieht.
Die Ergebnisliste zeigte allerdings, dass David gegen Goliath im Yardstik Rennen sehr wohl Chancen hatte.
Was die Platzierungen der 2.4 FlitzerKisten unter den Top Ten dann bewiesen haben.
Ich als absoluter Rookie auf. Dieser Bootsklasse war mit dem zwölften Platz mehr als zufrieden 🙂
Abends nach der Siegerehrung gab es dann ein gemütliches Grillen und nette Gespräche mit den Segelkameraden, die einem noch den ein oder anderen nützlichen Tipp geben konnten.
Ich bin begeistert, wie hilfsbereit in der 2.4 Klasse miteinander umgegangen wird, denn das habe ich bisher nur bei ganz wenigen erlebt.
Dass der Edersee durch seine Lage unterschiedliche Windverhältnisse bietet, war mir von Anfang an klar. Deshalb war auch häufiger mal Topf schlagen angesagt, und so mancher Segler wie auch ich mussten das ein oder andere Mal einen Parkschein lösen, mitten auf dem See, während die anderen Segler nur wenige Meter entfernt mit einem Windstrich davon fuhren.
Am Abend gab es dann wieder ein gemeinsames Abendessen mit Schnitzel Buffett vom feinsten und vielen anregenden Gesprächen.
Da mir die Sache mit den Parkscheinautomaten auf dem See noch nicht ganz klar war, schaute ich mir danach noch ein YouTube Video an: 2.4mR for Dummys 😉
Die Spezialisten in der Klasse werden es längst wissen. Vorne am Mast ist ein Hebel und wenn man diesen nach vorne schiebt, ist die Handbremse gelöst.
Am nächsten Regatta Tag konnte ich das dann direkt ausprobieren und vollkommen überrascht mit zwei zweiten Plätzen im Ziel ankommen.
Vielleicht lag es aber auch daran, dass Jan, der erst platzierte und ich inzwischen ordentlich Hunger hatten und am Hafen auf uns eine große Portion Spaghetti mit verschiedenen Saucen wartete.
Am folgenden Samstag konnten wir dann nur eine Wettfahrt durchführen, denn es zogen Gewitter auf und die Wettfahrtleitung hat in weiser Voraussicht die weiteren Wettfarten abgesagt und uns in den sicheren Hafen bei Hagelschauer geschickt. Wir waren alle froh als wir wieder mit trockenen Klamotten im Festzelt unser Abendessen genießen durften.
Am Sonntag, dem letzten Regatta Tag konnte dann kein Lauf mehr stattfinden, denn eine große Gewitterzelle nähte sich dem See, und als wir auskranen wollten, musste unser Kranführer direkt mit zu einem Rettungseinsatz, denn es wurden Personen auf dem See vermisst.
Die folgende Regenpause nach dem Rettungsinsatz konnten wir dann aber nutzen, unsere Boote mit seiner Hilfe und vereinten Kräften wieder auf die Trailer zu setzen.
Durch die tolle Zusammenarbeit und viele helfende Hände waren die Boote verpackt, bevor der nächste Schauer kam.
Für mich war es eine hervorragende Veranstaltung beim SSGE und ich komme gerne wieder zu diesem netten Verein mit dieser ausgezeichneten Organisation, den freundlichen Menschen und fairen Mitstreitern.
Ihr alle habt dafür gesorgt, dass ich mich von Anfang an in der 2.4 mR klasse willkommen fühle.
Ganz entspannt konnten wir heuer schon am Feiertag 1.5. zur Regatta nach Berlin anreisen. Karin hatte auch für ein kleines Kulturprogramm mit kleiner privater Partyfloßfahrt auf der Spree und anschließendem Essen beim Italiener auf der Bölschen Str. gesorgt. Das Wetter zum Regattastart spielte gut mit. Bei ca. 25 °C und 2-3 Bft. hatten wir super Bedingungen. Nur die Wettfahrtleitung und Tonnenlegerin kam ins Schwitzen, angesichts der permanent nötigen Anpassung der Luvtonne. Das Team um Jan Prockat als Wettfahrtleiter hat alles super gemanaget. Es gab kaum Zeit zum Verschnaufen, so dass 4 Wettfahrten durchgezogen werden konnten. Abends gab es wieder ein nettes Beisammen sein auf der Clubterasse. Unser Klassenvermesser Tom Jartsch hat für den nötigen offiziellen technischen Touch gesorgt, auf dem Wasser und auch später hat er uns über news aus der internationalen KV auf dem Laufenden gehalten. Hier nochmal der Hinweis von Tom: jeder Segler möge bitte noch mal im online Sekretariat prüfen, ob die Dokumente vollständig eingestellt sind.
Am 2. Segeltag hatten wir mit eher schwachen und wieder deutlich pendelnden Winden zu tun. Trotz der eher flauen und drehenden Bedingungen haben wir doch 4 Zieleinläufe geschafft, teils wurde auch mit Bahnverkürzung gearbeitet, da am Nachmittag mit Gewitter gerechnet wurde. Es gab einen ordentlichen Temperatursturz und ein starkes Aufbriesen des überregionalen Windes. Am 3. Tag hatten wir dann mit böigen Winden um 4 in Spitzen 5Bft. zu tun, teils kamen auch Schauer durch. Diese Bedingungen, führten dann dazu, dass nicht mehr alle, von den gemeldeten 21 Booten einen Zieleingang verbuchen konnten.
International war die Regatta gut besucht mit 3 Booten aus Czechien und 2 niederländischen Seglern.
Wir freuen uns schon auf das kommenden Frühjahr auf anspruchsvolles Regattasegeln auf dem Müggelsee und das nette Club-Ambiente des Yachtclubs Berlin Grünau.
WERBEBLOCK – 2.4mR in Mitte Deutschlands am Edersee vom 29.05.-01.06.2025
Mehr als 20 Jahre segelt die 2.4mR Klasse am Edersee. 2014 hat die SSGE sogar mal die IDM ausgerichtet. In den letzten Jahren nahmen die Meldungen leider kontinuierlich ab. Zu viele Regatten in Deutschland?? Wasserstand?? However, dieses Jahr möchte der Verein dem Revier „Starthilfe“ geben, sodass der Regattamotor wieder anläuft.
Was erwartet Euch? •4 Tage Segelsport im UNESCO Weltnaturerbe •Einheitliches Meldegeld: 100€/Teilnehmer (ob early / late bird egal) •12 Wettfahrten •Jeden Abend leckeres Essen •Anleger & Bier vom Fass •Lagerfeuer direkt am Wasser •„Get in Contact“ mit der KV 2.4mR •Vermssung und Sinktests in Vorbereitung zur WM in Italien // IDM •WoMo Stellplatz am Club und weitere Unterkünfte in der Nähe •… place to be…
Einkranen: •am 28.05.2025 von 17:00 – 19:00 Uhr •am 29.05.2025 von 09:00 – 11:00 Uhr Start: •29.05.2025 Bringhausen Cup: 14:00 Uhr – 3 Wettfahrten Yardstick für die 2.4mR Unterwertung („wir Kistenflitzer zeigen es dem Rest“) •30.05.2025 ab 10:30 Uhr 3 Wettfahrten •31.05.2025 ab 10:30 Uhr 3 Wettfahrten •01.06.2025 ab 10:30 Uhr 3 Wettfahrten