Die erste Regatta in 2021 mit deutscher Beteiligung

Regatta Nationale, Salo Gardasee 2021
von Christian Bodler
Die Bucht von Salo / Gardasee, im Hintergrund der schneebedeckte Monte Baldo

Sehr früh im Jahr war dieser Ausbruch nach Italien geplant, doch dieses „C“ hatte Einwände. In letzter Sekunde wurde es trotzdem möglich. Genehmigung von der Ausländer-Behörde war Pflicht, mit neuesten PCR Test konnte es losgehen. In der Regel gibt’s in der Salo Bucht um 90 Grad drehende Ostwinde um 6 Knoten und mehr, und das, obwohl die Gardasee Hauptwindrichtungen Nord- Süd dominieren. Starts sind mehrheitlich westlich der Bucht direkt vor Salo. Am östlichen offenen Ende der Bucht, mit Blick auf den Schneebedeckten Monte Baldo, liegen 3 Ampel-Tonnen, je nach Windrichtung ist Grün, Gelb oder Rot zu runden. Die Bojen sind über die ganze Buchtbreite verteilt, Gelb in der Mitte, Grün rechts, Rot links der Bucht, wegen der Tiefe des Sees fest verankert. Tatsächlich hats funktioniert, die erfahrene Wettfahrtleitung hatte genügend Geduld um 6 Wettfahrten durchzuführen! An der Leetonne wurde die jeweilig neu zu rundende Luvtonne mit Farbenwimpel angezeigt.

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Corona-Cup – Virtual Regatta 2.4mR

Ich bin mir nicht ganz sicher, wer der initiale Ideengeber für unsere erste Wettfahrt im Jahr 2021 war; es war auf jeden Fall eine sehr gute Idee.

Kaum war die Ausschreibung online, haben sich auch schon 19 Teilnehmer bei Manage2Sail angemeldet. Neben den 17 Meldungen aus Deutschland waren auch die Tschechische Republik mit Alexander Sadilek und die Schweiz mit Urs Infanger am Start. Die deutschen Teilnehmer verteilten sich nicht nur auf alle Himmelsrichtungen, sondern auch auf die an diesem Wochenende herrschenden sehr unterschiedlichen Wetter-Zonen.

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23. Berlin-Cup 2020 im YCBG

Der ursprünglich Anfang Mai d.J. geplante Berlin-Cup (Berliner Meisterschaft der 2.4mR) wurde wegen der Corona-Pandemie verschoben auf das erste Wochenende im September. Der Müggelsee war frei für unsere Klasse und zeigte sich an allen Tagen von seiner besten Seite.

Und der veranstaltende Yacht-Club Berlin Grünau machte alles, was erlaubt war, um bei dieser Regatta den Seglerinnen und Seglern ein wenig social event mit social distancing zu bieten.

Das von Bernd Zirkelbach und Jürgen Freiheit gesponsorte und zubereitete Frühstück wurde jeden Morgen nur durch ein Fenster auf die Terrasse gereicht, das Clubhaus war gesperrt. Abends verwöhnte uns der Koch Swen draußen mit allerlei Spezereien. Das Rahmenprogramm war also zwar abgespeckt, aber liebevoll vorbereitet und durchgeführt. Leider war das Essensangebot einfach zu gut um „Nein” zu sagen.

Die eigentlich wichtigste Nebensache der Welt, die Segelei, war ebenfalls perfekt. Auf die Frage, ob nicht auch 8 Wettfahrten statt der angesetzten 11 gereicht hätten, antwortete der Wettfahrtleiter Jan Prockat: „Seit dem 1. Berlin-Cup werden immer 11 Wettfahrten angesetzt!” Also waren Freitag 4, Samstag 4 und Sonntag 3 Races geplant. Und Wind und Wetter spielten mit. Während wir um die Wette segelten, war es von oben immer trocken, angenehm warm und bis auf den bedeckten Samstag sogar sonnig.

Kranen leicht dank IMMAC-Würsten

Am Freitag ging es bei leichtem Wind etwas verspätet los, doch stabilisierte dieser sich alsbald auf durchgehende rund 3 Beaufort. Samstag schon deutlich mehr, am Sonntag waren 3-4 Beaufort die Grundlage, um die 11 Wettfahrten durchzuziehen. Manche Böe war kräftig, doch bis auf Spritzwasser gut zu beherrschen. Die binnenseetypischen Windpendler beschränkten sich auf maximal 10-20 Grad, Bahnänderungen waren nicht erforderlich.

Vielfalt bei der Preisverleihung:
Oli im Polar-, Heiko im Karibik- und Ulli im Zentraleuropa-Look

Und so konnten sich alle 20 Teilnehmer gegenseitig bei rundum fairen Bedingungen über die Piste jagen. Insgesamt am erfolgreichsten waren dabei Heiko auf Platz 1, Ulli auf Platz 2, gefolgt von Neueinsteiger Oliver in seinem „Bleitransporter”. Die ersten Plätze bei den 11 Wettfahrten waren gut verteilt, auch Seriensieger Heiko hatte mal 2. und 3. Ränge dabei, durfte seinen Ausreißer in der 1. Wettfahrt aber streichen.

Weitere Einzelplätze erspare ich mir, guckt mal in die Ergebnisse unter https://manage2sail.com/de-de/event/BC2020#!/results?classId=3fc4bf86-e5ba-4705-9074-1bd0aa8790d8

Als Held vom Mittelfeld (Platz 10 von 20, deswegen Berichterstatter) hatte ich selbst in Rennen 6 mal ein ungewohntes Erfolgserlebnis. Vom Start weg war ich der Glücklichste im Umgang mit den Winddrehern und führte das Feld bis zur letzten Bahnmarke vor dem kurzen Zielschenkel an. Kurz vor dieser spielte Heiko sein Können aus und holte mich wieder auf den Boden der Realität zurück. Doch auch Platz 2 knapp hinter Heiko war für mich gut für’s Gemüt.

Kurzum, der unter Corona-Einschränkungen vom YCBG und seinem Regattateam durchgeführte 23. Berlin-Cup war ein perfektes Segelerlebnis. Ich freue mich auf den 24. Berlin-Cup in 2021, hoffentlich wieder unter „normalen” Randbedingungen.

Großes Dankeschön 
Poldi Käther
GER 123

Prien City Cup 2016

Zum 7. Prien City Cup gab es viel Internationalität.  Zu den Seglern aus Deutschland gesellten sich dieses Jahr viele Seglerinnen und Segler aus Tschechien und Österreich.

Die 25 Starter mussten am Freitag zuerst einmal lange Warten, weil der Wind nicht kam. Aber am Nachmittag ging es denn los. Die erste Wettfahrt hatte bei Nordwind faire Bedingungen, aber die zweite, die erst nach langem Warten auf Ostwind zustande kam, hatte schon unerwartete Aussetzer und plötzlich bevorzugte Seiten. Am Samstag dann wieder Warten bis sich gegen 13.00 Uhr die Thermik aus Ost durchsetzte und vier gute Wettfahrten bei bis zu 8 Knoten gestattete. Das war´s dann auch; denn Sonntag reichte es trotz Versuchs von Wettfahrtleiter Kai Schreiber im „Kanal“ nicht mehr und die Wettfahrt wurde abgeschossen.

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