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Deutsche 2.4mR Klassenvereinigung
Segeln für Jeden

2014-04-27: Report aus dem Cockpit

Die 1. Saar-Lor-Lux-Regatta der 2.4mR 2014 war auch zugleich meine erste Regatta in der Saison 2014.

Nach einer problemlosen Anfahrt am Karfreitagmorgen über Köln, die Eifel und dann vorbei an Trier hinein ins Saarland erreichte ich wie erwartet gegen 11.00 Uhr den Bostalsee, malerisch gelegen in einer recht hügelige Landschaft, die mich sehr stark an die Talsperren-Segelreviere im Sauerland erinnert.


Der Empfang war wie bei jeder 2.4mR Regatta freundschaftlich und herzlich, zumal man sich ja teilweise einige Monate lang nicht gesehen und gesprochen hatte. Das Zuwasserlassen der Boote war völlig problemlos und die für uns von den ansässigen Segelclubs freundlicherweise in ausreichender Anzahl freigehaltenen Liegeplätze waren für alle Teilnehmer gut erreichbar.

In einer kurzen Besprechung vor dem ersten Lauf wurde allgemein zugestimmt, am ersten Wettfahrttag aufgrund der stabilen Windvorhersagen gleich drei Wettfahrt zu segeln.

Bei Wind überwiegend aus Nord wurde nach dem Durchzug einer Regenfront zunächst bei 3-4 Bft die erste Wettfahrt gestartet. Wie nicht anders für mich zu erwarten war, kam Detlef mit den teilweise recht drehenden Winden als Bester zurecht und gewann den ersten Lauf vor Fred und Cor. Im zweiten und dritten Lauf frischte der Wind auf 4-6 Bft auf, ein kleiner Vorgeschmack damit schon einmal auf den zweiten Regattatag.

Bei anhaltend drehenden Winden insbesondere an der Luvtonne segelte Fred seinen ersten von insgesamt zwei Tagessiegen heraus, gefolgt von Holger und Dirk. Den dritten Lauf gewann daraufhin Jörg souverän vor Alexander und Jan Faber.

Nachdem wir uns nun ein wenig auf dem Wasser hatten austoben dürfen, verwöhnten uns Stefanie und Michael mit der gesamten Verpflegungscrew zunächst mit Bitterballen, welche Cor in großer Zahl aus Holland auf Wunsch einiger Kenner dieser Köstlichkeit mitgebracht hatte. Abgerundet wurde das ganze durch eine tolle Auswahl vom Grill nebst reichlichen Salaten, sodass sich gegen 21.30 Uhr der eine oder andere Teilnehmer in wohliger Gewissheit, was der nächste Tag an seglerischer Mühsal uns Seglern abverlangen würde, zum gepflegten Konditionsschlaf zurückgezogen hat.

Der zweite Wettfahrttag hatte es wie angekündigt in sich.

Hübsch drehende Winde aus Nordost mit 4-6 Bft versprachen ein kurzweiliges und bisweilen auch im Cockpit rasantes und nasses Vergnügen. Was zu Beginn des Tages wohl noch nicht zu erahnen war: es war der Tag von Matti! Dreimal konnte er die Ziellinie als erster überqueren, den Sieg in Wettfahrt Nr. 6 musste er lediglich Detlef überlassen. In meine Augen eine unter diesen Bedingungen herausragende Leistung. Auch der erste Platz von Detlef in der 6. Wettfahrt bei diesen schwierigen Bedingungen zeigte einmal mehr, dass es an Land Unterschiede in manchen Bereichen der Bewegungsmöglichkeiten geben mag, im Boot wir aber alle ''nur'' Segler sind, egal ob mit oder ohne Handicap.

Bedingt durch die tolle Vorstellung von Matti am 2. Tag und die konstant vorderen Platzierungen von Fred in allen bisherigen Wettfahrten waren die Plätze 1 und 2 bereits nach 7 Wettfahrten vergeben. Dahinter tummelten sich Detlef auf Platz 3, punktgleich mit Holger auf Platz 4 und mit nur einem Punkt Rückstand Alexander auf Platz fünf.

Der letzte Wertungslauf am Sonntag musste also die Entscheidung darüber bringen, wer mit auf das Treppchen durfte. Sahen wir bei 2-3 Bft aus südöstlicher Richtung zunächst Alexander hinter Detlef die Wendemarken runden, so drehte Alexander in der dritten Runde den Spieß um, belegte hinter Fred Platz 2, vor Dirk, Jan und Detlef. Holger, der Dritte im Bunde, konnte nach etwas missglücktem Start bis auf Platz 5 vorsegeln, gleichbedeutend mit dem Gesamtplatz.

Nach schneller und zum Schluss mittels Laolawelle schwungvoller Siegerehrung traten viele dann die Heimreise an, im Gepäck viele tolle Erinnerungen an drei schöne Tage im Saarland. Einige Teilnehmer mit Anhang nutzen die Reise in diese schöne Gegend zu einen kleinen Osterurlaub in unmittelbarer Nähe zu Luxenburg und Frankreich, noch ein weiterer Anreiz für alle Nichtteilnehmer, im nächsten Jahr dieses Top-Event mit ganz nach oben auf ihren Regattakalender zu schreiben.

Besonderer Dank an dieser Stelle nochmals an alle vom Organisations- und Verpflegungsteam, dem Team um die Wettfahrtleitung und den vielen helfenden Händen vor und hinter dem Vorhang.

Bis bald wieder an der Startlinie,
Holger Humborg (GER 84)


© Deutsche 2.4mR Klassenvereinigung e. V., 30.04.2014